Brüllen wie ein Löwe, leuchten wie ein Stern: Gefühle spielerisch begleiten 🦁
- Nadia

- 3. März
- 2 Min. Lesezeit
"Ich bin so sauer!" oder "Ich trau mich nicht..." – kennst du diese Sätze? Unsere Kinder werden oft von einer Welle an Emotionen überrollt, für die sie noch gar keine Worte haben. Als Yogalehrerin sage ich immer: Der Körper weiß oft früher als der Kopf, wie es uns geht.
Im Kinderyoga nutzen wir die emotionale Ebene, um Gefühlen einen Raum zu geben, in dem sie sein dürfen, ohne bewertet zu werden. Hier wird Yoga zur "Ersten Hilfe" für die kleine Seele.
Wie Yoga hilft, Gefühle zu "surfen"
Emotionen sind wie Wellen im Ozean – sie kommen, erreichen ihren Höhepunkt und fließen wieder ab. Yoga lehrt Kinder, auf diesen Wellen zu reiten, statt von ihnen weggespült zu werden.
1. Wohin mit der Wut? Der Löwe
Wut ist Energie, die raus muss. Statt sie zu unterdrücken, verwandeln wir uns in den Löwen:
Knie dich hin, atme tief ein, mach dich groß und beim Ausatmen: Zunge raus, Augen weit auf und ein kräftiges "Haaaaaaa!" brüllen.
Der Effekt: Der angestaute Druck im Brustkorb und Kiefer löst sich. Die Wut bekommt eine Stimme, ohne jemanden zu verletzen.
2. Was tun bei Angst? Der Berg
Wenn alles zu viel wird und die Knie schlottern, hilft der Berg:
Stell dich fest auf beide Füße. Spüre den Boden unter dir. Mach dich ganz gerade und fest. Atme ruhig in den Bauch.
Der Effekt: Das Kind spürt: "Ich bin stabil. Nichts kann mich so leicht umwerfen." Es findet seine innere Sicherheit (Erdung) wieder.
3. Ruhe finden bei Traurigkeit: Das Nest (Kindshaltung)
Wenn man sich einsam oder traurig fühlt, ist das Nest der beste Ort:
Mach dich ganz klein am Boden, die Stirn berührt die Matte, die Arme liegen schützend neben dir.
Der Effekt: Es ist ein Rückzug zu sich selbst. Das Gefühl von Geborgenheit lässt die Tränen sanft fließen und das Herz wieder ruhig werden.
Mein Tipp: Das Gefühls-Barometer
Frage dein Kind nach der Yoga-Einheit: "Welches Tier warst du heute am meisten?" War es der zappelige Frosch? Der müde Bär? Oder der stolze Adler?
Indem wir Gefühlen Tiernamen geben, nehmen wir ihnen den Schrecken. Dein Kind lernt: Gefühle kommen und gehen, aber ich bleibe ich.
"Yoga lehrt uns nicht, die Stürme zu ignorieren, sondern in ihnen zu tanzen – oder eben zu brüllen."
Namasté und viel Mut zum Fühlen, Deine Nadia


Kommentare