Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Yogatrainerin und einer Yogalehrerin?
- Nadia

- vor 20 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Der Fokus: Technik vs. Transformation
Obwohl beide Rollen das Ziel haben, Körper und Geist in Einklang zu bringen, liegt der Teufel (oder die Erleuchtung) im Detail.
Die Yogatrainerin:
Die Architektin des Körpers
Ein Trainer konzentriert sich primär auf die physische Komponente, die Asanas. Hier steht oft der sportliche Aspekt im Vordergrund:
Ziel: Verbesserung von Kraft, Flexibilität und Ausdauer.
Methode: Klare Ansagen, Fokus auf korrekte Ausrichtung (Alignment) und körperliche Progression.
Vibe: Dynamisch, motivierend und leistungsorientiert. Perfekt für alle, die Yoga als Workout nutzen möchten.
Die Yogalehrerin:
Die Begleiterin auf dem Pfad
Ein Lehrer sieht Yoga meist als ganzheitliches Lebenssystem. Die körperliche Übung ist hier nur eines von acht Gliedern des Pfades:
Ziel: Vermittlung von Philosophie, Atemtechniken (Pranayama) und Meditation zur inneren Einkehr.
Methode: Neben der Matte wird auch über Ethik, Energiearbeit und Achtsamkeit gesprochen.
Vibe: Reflektiert, spirituell und raumgebend. Es geht weniger darum, wie tief du in die Vorbeuge kommst, sondern was du dabei über dich selbst lernst.
Der Ausbildung:
Auch rein formal gibt es oft Unterschiede in der Tiefe der Ausbildung:
Die Yogatrainerin:
Dauer: Meist Wochenendkurse oder Kurzfortbildungen.
Schwerpunkt: Anatomie, Sportphysiologie, Kursleitung.
Abschluss: Trainer-B-Lizenz oder Zertifikat des Verbandes.
Die Yogalehrerin:
Dauer: Oft 200h, 500h oder mehrjährige Ausbildungen.
Schwerpunkt: Anatomie, Philosophie, Sanskrit, Chakrenlehre, Lifestyle.
Abschluss: Oft zertifiziert nach Yoga Alliance (RYT) oder BDY.
Wer arbeitet/ unterrichtet wo?
Yogatrainer (oft mit einer Basis-Lizenz oder als Zusatzqualifikation für Fitnesstrainer) findet man primär dort, wo Yoga als Ergänzung zum Sport verstanden wird.
Beispielsweise in Fitnessstudios & Gyms: Meist 60 Minuten statt 90 Minuten, Stil: Power oder Fitness Yoga. Im Sportverein oder online.
Da Yogalehrer meist eine Ausbildung von 200 bis über 700 Stunden haben, arbeiten sie dort, wo Zeit für Details und Ganzheitlichkeit ist.
So findet man Yogalehrer meist in Yogastudios oder in vom Yogalehrer angemieteten Räumlichkeiten; in Reha-Kliniken oder Gesundheitszentren, bei Retreats & Yoga-Reisen oder in Volkshochschulen.
Wenn du dich fragst, was jetzt "besser" zu dir passt
Wenn du Yoga als funktionales Training siehst, ist der Trainer oft die effizientere Wahl.
Fitness-Fokus: Wenn du einfach nur einen knackigen Hintern, starke Arme und mehr Flexibilität willst, fackelt der Trainer nicht lange mit Philosophie, sondern kommt direkt zum Workout.
Motivation & Power: Trainer sind oft darauf geschult, dich zu pushen. Die Atmosphäre ist eher sportlich-dynamisch statt meditativ.
Wenn du Yoga als ganzheitlichen Weg für Körper und Geist suchst, ist der Lehrer die erste Wahl.
Stress & Burnout: Der Lehrer kennt Atemtechniken (Pranayama) und Meditation, die das Nervensystem beruhigen. Ein Trainer im Gym fokussiert sich oft nur auf die Übung.
Körperliche Einschränkungen: Hast du Bandscheibenvorfälle oder Knieprobleme? Ein Lehrer hat meist hunderte Stunden Anatomie-Büffeln hinter sich und kann Übungen individuell für dich anpassen.
Tiefe & Technik: Wenn du wissen willst, warum eine Übung so ausgeführt wird und wie die Philosophie dahinter lautet, bietet der Lehrer mehr Substanz.
Egal, für welchen Weg du dich entscheidest: Das Wichtigste ist, dass die Chemie zwischen dir und der Person vorne im Raum stimmt. Vertrau auf dein Bauchgefühl!
Bist du noch unsicher? Schreib mir doch kurz in die Kommentare, was dein Hauptziel ist (z.B. "beweglicher werden" oder "besser schlafen"). Ich helfe dir gerne dabei, den passenden Kurstyp für dich zu finden!
Namasté und viel Freude bei deiner ersten Stunde, Deine Nadia



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