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Die 3 Säulen für entspannte Abende

Wie ihr mit SEL den Tag sanft ausklingen lasst



Kennt ihr das? Der Tag war lang, alle sind eigentlich müde, aber genau dann drehen die Kinder noch einmal richtig auf. Das „Abend-Chaos“ bricht aus. Zähneputzen wird zur Verhandlungssache und im Kopf der Kleinen rattern die Erlebnisse des Tages wie eine Achterbahn.

Kinder brauchen am Abend keine Disziplin, sondern eine Brücke von der Außenwelt in ihre Innenwelt.

Hier kommen die 3 Säulen von SEL (Sozial-Emotionales Lernen) ins Spiel. Sie helfen dabei, das Nervensystem herunterzufahren und den Tag friedlich zu verarbeiten.


1. Säule: Physisches Loslassen (Körperliche Regulation)

Bevor der Geist zur Ruhe kommt, muss der Körper verstehen, dass „Sicherheitszeit“ ist. Kinder speichern Stress oft als körperliche Anspannung.

  • Der Yoga-Tipp: Die „Kuscheltier-Atmung“ Wenn dein Kind im Bett liegt, darf es sein liebstes Kuscheltier auf den Bauch legen. Gemeinsam beobachten wir: Wie fährt das Kuscheltier beim Einatmen Fahrstuhl nach oben und beim Ausatmen wieder nach unten?

  • Warum das hilft: Es aktiviert den Parasympathikus – unseren „Ruhenerv“. Das Kind spürt physisch, wie die Anspannung des Tages (das Rennen, Toben, Streiten) aus den Muskeln weicht.


2. Säule: Emotionales Sortieren (Das Herz-Wetter)

Unverarbeitete Gefühle sind wie kleine Popcorn-Körner, die im Kopf herumspringen und das Einschlafen verhindern.

  • Der SEL-Tipp: Die „Gefühls-Wäscheleine“ Frage dein Kind: „Welches Gefühl war heute besonders laut? Und welches war ganz leise?“ Wir stellen uns vor, wir hängen die lauten Gefühle (wie Ärger in der Schule) an eine unsichtbare Wäscheleine draußen vor dem Fenster auf. Dort dürfen sie über Nacht lüften.

  • Warum das hilft: Es schult die Selbstbewusstheit. Das Kind lernt, dass Gefühle nicht „es selbst“ sind, sondern etwas, das man betrachten und auch mal beiseitelegen kann.


3. Säule: Soziale Verbindung (Die Dankbarkeits-Insel)

Einschlafen bedeutet Trennung von den Eltern. Das kann unsicher machen. Eine starke soziale Verbindung gibt die nötige Geborgenheit.

  • Der Beziehungs-Tipp: Das „Herz-Geflüster“ Erzähle deinem Kind eine Sache, die DU heute an ihm bewundert hast („Ich fand es toll, wie geduldig du heute beim Malen warst“). Dann darf das Kind etwas sagen, das es heute an jemand anderem schön fand.

  • Warum das hilft: Es stärkt die Beziehungskompetenz und den Fokus auf das Positive. Das Kind schläft mit dem Gefühl ein, geliebt zu sein und einen Platz in einer sicheren Gemeinschaft zu haben.

Das Geheimnis: Rituale brauchen keine Zeit, sondern Präsenz

Ihr müsst kein 30-minütiges Programm absolvieren. Oft reichen 5 Minuten, in denen ihr das Handy weglegt und wirklich „da“ seid. Diese 3 Säulen sind wie ein unsichtbarer Schlafanzug für die Seele.

Probiert es heute Abend mal aus: Sucht euch eine Säule aus, die sich für euch stimmig anfühlt.

Welches Ritual hilft eurem Kind am meisten beim Runterfahren? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.


Namasté & gute Nacht, Eure Nadia

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